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Das alte Amthaus,  Die Domäne

Das alte Amtshaus auf dem Domänenhofe ist ein hochgiebeliges Fachwerkgebäude auf zweigeschossigem, massivem Unterbau, das an der Südostecke des Fachwerkgeschosses einen beschieferten auf einfachen geschweiften hölzernen Streben vorgezogenen, und von fünf Seiten eines Achtecks gebildeten Erker mit haubenförmigem Dache besitzt. Dicht daneben an der Südseite ist ein vom Grunde aufgeführter massiver Erker von rechteckiger Grundform angebaut, der mit einem beschieferten halben Zeltdach überdeckt ist und auf den von profilierten Steinpfosten getragenen Fensterstützen sowie auf den Schmalseiten die Angaben trägt: "Anno Christi 1637. Andreas Schmit, Maurermeister Bartholemaeus Heims Ambtmann hierselbst."

Auf den Bogensteinen der daneben befindlichen, rundbogigen, jetzt durch einen dürftigen Fachwerkvorbau verdeckten Eingangstür liest man: "l6 M.H.C.z.C.: B.Z.H. 72" (Maximilian Heinrich Churfürst zu Cöln, Bischof zu Hildesheim 1672). Nach Norden ist an dieses Gebäude ein gleichbreiter, langer Flügel in massiver Bauart angeschlossen, in welchem sich Stallungen befinden. Südlich fügt sich an das Herrenhaus in der Flucht des Westgiebels ein schmaler Torbau, der auf dem Schlußstein des rundbogigen Torwegs mit einem grimmigen Löwenkopfe geziert ist.

 



Außer einem Wappenstein am Nordgiebel des Schafstalles mit dem bischöflichen Wappen und der Jahrzahl 1780, die auch auf der Wetterfahne des Dachwalmes steht, und einer Wetterfahne auf dem Ackerpferdestalle mit Wappen und Jahrzahl 1760 findet sich im Äußeren und im Innern der Domänengebäude nichts Bemerkenswertes.

Heute steht auch besagter Schafstall nicht mehr. Nach dem Familie von Weichs (die bereits im 18. Jahrhundert ansässig waren) nicht mehr die Pächter der Domäne waren, ging diese an die Familie Bohnhorst Sonnenberg und zuletzt an das Land Niedersachsen. Anfang der 70´er Jahre übernahm Herr Paul Grunke die Domäne, sanierte sie aufwendig und baute sie mit einer Bäckerei und Schlachterei als Stützpunkt für die Autobahnraststätte Seesen aus. Es wurden Stallungen als Festsaal ausgebaut, sogar eine Scheune zu einer Turnhalle für den Badmintonsport ausgebaut. Nachdem Herr Grunke aus Altersgründen die Domäne nicht mehr bewirtschaftete ging diese an einen neuen Besitzer über.







Aus den Unterlagen von der kath. Pfarrgemeinde Bilderlahe und von Herrn Paul Grunke